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Steuerfreie Zulagen sind Anreize für Artbeitnehmer

Ab einem bestimmten Jahreseinkommen wird der Lohn eines Arbeitgebers vom Gesetzgeber mit einem Steuersatz beaufschlagt. Um verschiedenste Arbeitszeiten und -formen attraktiver zu machen, gibt es dabei freie Zulagen.

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Foto: © Oliver Weber / http://www.pixelio.de

Ab einem Jahreseinkommen von fast 8.000 € muss jeder Arbeitnehmer einen Teil seines Lohnes an das Finanzamt überweisen. Das verteuert die Arbeitskosten in Deutschland und ist daher auch für Arbeitgeber eine Belastung, allerdings gibt es überall Steuern und diese sind die Grundlage für einen sicheren und funktionierenden Rechtsstaat. Die Lohnsteuern muss man allerdings nicht bei allen Arbeitsformen zahlen, sodass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil, den ganzen Lohn oder noch mehr Gehalt steuerfrei zahlen kann.

Verschiedene Anteile des Lohnes, um die 25 %, kann man bei Nachtarbeit steuerfrei erhalten. Arbeitet man sonntags, muss man die Hälfte des Tageseinkommens nicht versteuern. In manchen Fällen muss man auch den gesamten Lohn nicht vor dem Finanzamt abrechnen. Dies ist beispielsweise bei Feiertagsarbeit der Fall, wobei hier sogar bis zu 50 % mehr Gehalt steuerfrei eingestrichen werden können. Ob der Arbeitgeber diese Obergrenzen des Steuerfreibetrages wirklich ausnutzt, ist eine andere Frage und gesetzlich nicht vorgeschrieben. Außer es handelt sich um öffentliche Arbeitstarife, die natürlich geregelt sind und sich an den Freibeträgen orientieren.

Für Dienstreisen gibt es gewisse Tagessätze, die man steuerfrei von seinem Arbeitgeber bekommen kann. Diese Regelung der Steuerfreibeträge ist ein grundsätzliches Merkmal der deutschen Sozialen Marktwirtschaft. So soll eine unbequeme Arbeitszeit oder Arbeitssituation außerhalb des gewöhnlichen Umfeldes attraktiver gemacht und damit die Strebsamkeit und die Bereitschaft, auch in ungewohnten und schwierigen Situationen zu arbeiten, erhöht werden.

Die Regelungen über die Freibeträge versprechen dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer netto mehr Einnahmen, sie verkomplizieren aber auch das Steuerrecht. Da etwa 70 % des Weltsteuerrechts nur aus deutschen Steuerparagraphen bestehen, muss jedes mittlere Unternehmen eine gute und kostspielige Steuerberaterin beschäftigen, die alle Nischen des Steuerrechts ausloten kann um dieses voll auszuschöpfen. Daher hemmt der bürokratische Aufwand viele Arbeitgeber, den aktuellen Steuersatz immer anzuwenden.