checkAd

Planung Elektroinstallation: Die Installationszonen

Die elektrischen Leitungen bedürfen einer genauen Planung. Elektroinstallation entspricht der fest gelegten Verlegezone, die für jeden Raum vorschreibt, in welchem Bereich die Elektroleitungen verlaufen dürfen.

planung elektroinstallation
Foto: © Dieter Schütz / http://www.pixelio.de

Elektrische Leitungen werden immer nach einem festen Schema verlegt, das in Deutschland durch die Norm DIN 18015 festgelegt wird. Die DIN-Norm schreibt für alle Räumlichkeiten verbindliche Installationszonen fest, in denen die elektrischen Leitungen verlegt werden. Wenn die Elektroinstallation für Neubauten geplant wird, ist die DIN-Norm für die Verlegezonen einzuhalten. Etwas kniffliger verhält es sich jedoch in Altbauten, in denen die Leitungen einfach nach Belieben verlegt wurden.

Die Installationszonen wurden verbindlich festgelegt, um ein Anbohren der Leitungen unter dem Putz zu verhindern. In den Wänden verlaufen die Verlegezonen ausschließlich waagerecht und senkrecht. Die DIN-Norm schreibt auch für Decken Installationszonen vor. Die waagerechten Leitungen in den Wänden werden immer 30 bis 115 Zentimeter über dem Boden, sowie 30 Zentimeter unter der Decke verlegt. Die senkrechten Elektroleitungen verlaufen 15 Zentimeter neben den Rohrbaukanten. Wenn eine Steckdose außerhalb dieses Schemas platziert werden soll, wird immer eine senkrechte Stichleitung ausgehend von der benachbarten Installationszone verlegt.

Die DIN-Norm für Elektroinstallationen bestimmt für alle Wohnräume, die Küche und das Bad die Planung. Elektroinstallation-Vorschriften gelten für alle Wohngebäude. Im Wohnraum verlaufen die Leitungen damit oberhalb des Fußbodens, unterhalb der Decke, sowie neben den Türen und Fenstern. In der Küche kommt eine mittlere Installationszone hinzu, die in einer Höhe von einem Meter bis 1,30 Metern Platz für Steckdosen bietet. Besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten im Badzimmer, da Badewanne und Dusche Feuchtigkeit absondern. Im Innenbereich von Wanne und Dusche verlaufen damit keine Leitungen. Erlaubt ist nach den DIN-Vorschriften maximal eine waagerechte Elektroleitung unterhalb der Decke.

Die DIN-Norm für die Verlegung von Elektroleitungen im Haus dient nicht nur der Planung: Elektroinstallation-Verlegezonen sollten spätestens dann beachtet werden, wenn Bohrungen an den Wänden geplant sind. Wer sich mit dem Verlege-Schema vertraut gemacht hat, läuft nicht Gefahr, den Bohrer oder einen Nagel versehentlich in Leitungen zu treiben, die unter Strom stehen.